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Schüleraustausch Bosnien u Herzegowina 1.5. – 8.5.18

14 SchülerInnen und 3 LehrerInnen haben an einem neuen Projekt an der Nordstadtschule teilgenommen. Zum ersten Mal seit Bestehen der Schule haben wir an einem Schüleraustausch teilgenommen. Gemeinsam mit der Organisation SHL Schüler Helfen Leben haben wir mit der Schule „osnovna skola Marka Marulica“ im Prozor-Rama in Bosnien und Herzegowina diesen Austausch durchgeführt.

Am 01.05.18 sind wir mit dem Flugzeug von Stuttgart nach Split in Kroatien geflogen. Der erste Schock saß bereits nach der Landung in Split, nachdem Asya ihren Pass bei der Passkontrolle nicht mehr finden konnte. Man drohte schon an, dass Frau Marijanovic und Asya mit dem gleichen Flieger wieder zurück fliegen müssen. Glücklicherweise hat die Reinigungskraft denn Pass nach längerer Suche doch noch gefunden und wir konnten weiter nach Split fahren.

Am nächsten Tag ging es bei schönstem Sommerwetter mit der Fähre weiter auf die Insel Brac. Dort hatten wir den ganzen Strand fast für uns allein und haben uns im kühlen Nass erfrischt. Es war ein herrlicher Tag am Meer.
Gegen Abend hat uns dann ein Bus abgeholt und wir sind nach Bosnien gefahren. Vor der Schule haben uns dann alle bosnischen Gastfamilien und 3 Schülerinnen in bosnischer Tracht erwartet. Wir wurden mit einem Willkommenslied freundlich empfangen.

Während unseres Aufenthaltes in Prozor-Rama haben wir die beiden größten Städte in Bosnien und Herzegowina besucht. Mostar mit seiner historischen Altstadt und der alten Brücke, die beide Völker in Mostar verbinden soll und die Hauptstadt Sarajevo mit der orientalischen Innenstadt „Carsija“.
Auch um Prozor-Rama haben wir einige Ausflüge gemacht und die tolle Landschaft wie zum Beispiel den Ramer See mit seinem Kloster und die vielen grünen Bergen entdeckt.

Besonders aufschlussreich war der Tag an der Schule in Prozor. Der Unterricht unterscheidet sich erheblich von dem was uns hier bekannt ist. Die Lernformen beschränken sich hauptsächlich auf den Frontalunterricht. Freie und offene Unterrichtsformen sind noch weitestgehend unbekannt.
Auch die Ausstattung der Schule ist sehr einfach gehalten. Es gibt keine Fachräume und auch keine digitalen Medien. Selbst der Toilettengang war für einige ein Abenteuer. In den Schülertoiletten wird die Notdurft in einem „Plumpsklo“ verrichtet.

Am letzten Tag wurden wir mit dem Bus wieder nach Split gebracht und haben dort noch einen schönen letzten Badetag verbracht. Als wir schon fast wieder zu Hause waren, gab es Probleme mit den Zügen, die an diesem Tag, aus uns nicht erklärlichen Gründen, nicht nach Pforzheim gefahren sind. Nach mehrmaligem Umsteigen und langen Wartezeiten an den Bahnhöfen konnten wir nur bis nach Mühlacker fahren und wurden dort von den Familien abgeholt.

Zwischen unseren SchülerInnen und den bosnischen SchülerInnen haben sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten und sprachlicher Barrieren Freundschaften entwickelt. Es war für alle Beteiligten eine besondere Erfahrung, die uns alle bereichert hat und die wir nicht missen wollen.

N. Srour; M. Roser; M. Marijanovic

Joshua 6c; Louis 6c; Gabriela 7a; Eldin 7a; Asya 7a; Hope 8a; David 8a; Rajmund 8a; Eva 8a; Alessia 8a; Aurora 8a; Angelina 8a; Anna 8b, Jeanette 8b